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Bars und Kneipen dürfen in Bayern wieder öffnen

Das bayerische Kabinett hat nach dem Urteil des Verwaltungsgerichtshofs beschlossen, unter welchen Auflagen Bars und Kneipen wieder im Freistaat öffnen dürfen. Das ist nicht das einzige Ergebnis der Kabinettssitzung.

Bars und Kneipen dürfen wieder öffnen – unter ähnlichen Auflagen wie Restaurants. Nur am Platz, nicht am Tresen dürfe dann bedient werden. Auch dürfe es Musik nur im Hintergrund geben.

So geht es weiter in den Schulen

Das Impfen soll weiter voran getrieben werden; Ab August werde es auch Impfangebote für Kinder ab 12 Jahren in den Impfzentren geben. Nach den Ferien sollen mobile Impf-Teams in den Schulen starten. In den ersten zwei, drei Wochen werde es eine Maskenpflicht geben – unabhängig von der Inzidenz. Auch sollen am ersten Tag alle getestet werden, so Söder.

Auch zum Thema Impfpflicht hat Ministerpräsident Söder sich geäußert – er sei sowohl gegen eine Impfpflicht, aber auch gegen Belohnungen dafür, dass man sich impfen lässt. Vollgeimpfte müssten unbedingt ihre vollen Rechte zurückerhalten, etwa auch unbeschränkten Zutritt zu Messen oder Veranstaltungen. Nicht-Geimpfte – mit Ausnahme von Leuten, die sich nicht impfen lassen können oder Schülern zum Beispiel – müssten für Tests bezahlen.

Wie entscheidend wird die Inzidenz in Zukunft sein?

Darüber werde das RKI beraten, so Söder. Aus seiner Sicht sei die Kennzahl weiterhin entscheidend.

Die Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs hatte für einige Diskussion gesorgt

Der Verwaltungsgerichtshof hatte am vergangenen Freitag (23.07.) entschieden, dass reine Kneipen und Bars im Freistaat ab sofort auch innen wieder öffnen dürfen. Er kippte damit die Regelung zur Schließung von Innenräumen reiner Schankwirtschaften. Für Bars und Kneipen ohne Essensangebot gelten damit ab sofort die gleichen Regeln wie für Restaurants. Discos und Clubs sind von der Entscheidung nicht betroffen.

Söder gegen völlige Freigabe

Ministerpräsident Söder hatte schon angekündigt, dass er gegen eine völlige Freigabe ist. Möglich wären spezielle Regelungen zur Sperrstunde, zum Alkoholausschank oder zu einer Sitzplatzpflicht.

Höchste Zeit für Aiwanger

Für Wirtschaftsminister Aiwanger ist war dagegen höchste Zeit, dass auch Bars und Kneipen nach dem langen Lockdown wieder ihren Geschäften nachgehen und Gäste bedienen dürften. Öffnungen mit bewährten Konzepten seien verantwortbar und könnten dazu führen, dass weniger private Treffen in Partykellern oder im öffentlichen Raum stattfinden würden.


27. Juli 2021, 13:36 CEST, Aufmacher-Bild: Friedhelm Brandenburg auf Pixabay, Bruckmeier