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Sternsingen in Bayern – So geht’s trotzdem

Wie im vergangenen Jahr heißt es auch bei den Sternsingen heuer: kreativ sein. Hausbesuche sind bundesweit vom Kindermissionswerk und dem Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) abgeraten worden. Was sind die Alternativen für die Sternsinger?

Normalerweise gehen sie von Haus zu Haus, verbreiten den Segen, Singen und Sammeln Spenden ein: Sternsinger. Wegen des Lockdowns und der momentanen Lage sind deshalb die Organisatoren kreativ geworden.

Hausbesuch per Zoom

Die katholische Gemeinde St. Pius in Augsburg bietet beispielsweise die Hausbesuche per Zoom an.  Unter dem Motto „Und es hat Zoom gemacht…“ kann man die Sternsinger per Video ins Haus zu holen. Dafür öffnen sie am 6. Januar einen virtuellen Raum der Online-Plattform Zoom. Wer sich die Sternsinger für einen „Hausbesuch“ bestellt, bekommt wenige Tage vorher einen individuellen Zeitraum zugeteilt und einen Zugang dazu. Die Kinder sprechen dann – von zuhause aus live, einzeln oder als Geschwister – ihren Segensspruch und werden auch singen.

Sternsingen mit Quiz

Ebenfalls im Bistum Augsburg gibt es das Projekt „Sternsingen in der Cloud“. Dabei singen Kinder und Jugendliche aus unterschiedlichen Orten ein gemeinsames Sternsinger-Lied, das dann in den Pfarreien abgespielt werden soll. Die Sternsinger werden dann dazu aufgerufen, an einem Quiz rund um das Thema Sternsingen teilzunehmen. Pro Teilnehmer spendet die Abteilung Weltkirche des Augsburger Bistums fünf Euro. Falls mehr als 200 Kinder und Jugendliche teilnehmen, gibt Bischof Bertram Meier noch einmal 1000 Euro dazu, heißt es in einer Mitteilung des Bistums.

Besuch bei den Sternsingern

Die Fürther Südstadt-Gemeinden St. Heinrich, St. Paul und Maria Magdalena beispielsweise laden die Menschen ein, zu ihnen zu kommen. Vom 6. bis 10. Januar 2021 werden die Sternsinger in den Kirchen der Südstadt, aber auch an öffentlichen Plätzen anzutreffen sein. So kann jeder den Segen für die eigene Wohnung sicher mitnehmen.

Segen zum Mitnehmen

In Eichstätt oder Füssen beispielsweise gibt es den „Segen zum Mitnehmen“. In vielen Pfarreien werden auch entsprechende Segensbriefe oder -pakete verteilt. Das Anschreiben der traditionellen Segensbitte „C + M + B“ (Christus mansionem benedicat – Christus segne dieses Haus, verbunden mit der aktuellen Jahreszahl) muss von den Bewohnern selbst gemacht werden. Vielerorts werden aber auch entsprechende Aufkleber für die Türen verteilt.

Segenslied per QR-Code

In der Pfarreiengemeinschaft St. Thaddäus und Zur Heiligsten Dreifaltigkeit in Kriegshaber im Westen Augsburgs haben die „Könige“ in den vergangenen Tagen als Sternsinger ihren Segensspruch gesprochen und ihr Lied, begleitet von der Band der Gemeinde, gesungen. Aus all dem wird ein Video entwickelt, das ab dem 5. Januar auf einer Internet-Plattform zu sehen ist. Den Zugang gibt’s per QR-Code, der zusammen mit dem Segensaufkleber und Infos zur Aktion zuvor in etwa 6000 Briefkästen der Gemeinden geworfen worden ist.

Sternsinger per Video

Die Pfarreiengemeinschaft Zum Heiligsten Erlöser in Göggingen und St. Remigius in Bergheim zum Beispiel haben einen kleinen Film gedreht. Dazu haben in den vergangenen Tagen rund 20 Kindern als Sternsinger gesungen und ihren Segen gesprochen. Am 6. Januar wird der Film zwischen 14 und 16 Uhr als Dauerschleife in den beiden Kirchen zu sehen sein – dort können Spenden abgegeben und sogenannte „Segenspäckchen“ abgeholt werden. Sie werden auf Wunsch auch vorab geliefert.

Segenspäckchen und Sternsinger im Gottesdienst

In St. Pankratius und Unsere Liebe Frau in Lechhausen zum Beispiel haben Familien, die an Sternsinger-Besuchen interessiert sind, auch bereits „Segenspäckchen“ bekommen. In den Hauptgottesdiensten am 6. Januar werden kleine Gruppen von Sternsingern mit dabei sein.

Segen To Go

In Kempten kann man sich den Segen abholen. Es ist aber auch ein persönliches Treffen in den Kirchen möglich. Kreative Sternsinger in Kempten und der Binger Innenstadt führen die lieb gewonnene Tradition trotz Einschränkungen fort.

Dazu gibt es noch weitere kreative Ideen der einzelnen Gemeinden. Informationen dazu finden Sie auf der Homepage ihrer jeweiligen Kirchengemeinden.


04. Januar 2021, 16:49 CET, Aufmacher-Bild: Mylene2401 auf Pixabay, SI